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Hanseatische Materialverwaltung


Erschwinglicher Fundus für kulturelle und soziale Einrichtungen – ganz in unserer Nähe!

Heute wenden wir uns nach Osten, gehen ein paar Minuten langsamen Schrittes zum Oberhafen und gelangen – zur Hanseatischen Materialverwaltung. Ahoi! Maritimes Gedöns grüßt am Eingang. Drinnen: Wohnzimmergemütlichkeit im Duett mit dem Charme einer alten Lagerhalle.

Material für soziale, künstlerische oder ökologische Projekte

Und fürwahr: Die Räumlichkeiten der Hanseatischen Materialverwaltung sind beides – herzerwärmendes Zuhause kurioser, abgelegter, aber nicht minder liebenswerter Stücke einerseits. Und gottverlassener Schuppen samt leergeräumter Güterbahnhofshalle andererseits.

Das Prinzip der Materialverwalterinnen und -verwalter ist so genial wie der Name dieser Institution ironisch ist. Institutionen aus Bildung, Kunst, Kirche, Naturschutz und artverwandten Bereichen können im Oberhafen Materialien erhalten. Dies gibt sozialen, künstlerisch-kreativen und ökologischen Projekten den entscheidenden Schwung. Bei sehr niedrigen Kosten für die Nutzerinnen und Nutzer. „Je sozialer, desto günstiger“, hört man in der Materialverwaltung.

Rettung vor dem Müllcontainer

Woher die Sachen stammen, beschreiben die Initiatoren so: „Nach jedem Filmdreh, jedem Event, nach jeder Messe werden in Hamburg – abgesehen von tatsächlichem Müll – täglich unfassbar große Mengen verschiedenster Materialien in Containern entsorgt. Jedem, der in dieser Branche arbeitet, ist klar, dass diese Verfahrensweise viel Geld kostet, der Umwelt schadet und definitiv unsinnig ist.“

Die Verwaltung sammelt die wertvolle Ware ein. Nach Besichtigung und Einkauf im Oberhafen werden daraus bei den Kundinnen und Kunden etwa Bühnenbilder, Kunstfilmkulissen, temporäre Architekturen, Einrichtungen von Jugendtreffs, Baumhäuser für Kindergärten und so weiter. Der Fundus ist für alle offen. Sogar private Käufe sind möglich, dann allerdings etwas teurer als bei gemeinnützigen Abnehmerinnen.

3.800 Nutzer haben profitiert - auch private Käufe möglich

Gestartet 2012, hat die Institution allein im ersten Jahr Dinge mit einem Wert von 230.000 Euro vor der Vernichtung bewahrt. Mehr als 3.800 Nutzer aus gemeinnützigen Projekten wurden mit Materialien unterstützt. Im ersten Jahr haben freiwillige Helfer hierfür über 2.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit in die Hanseatische Materialverwaltung investiert.

Wir sagen: Weiter so! Und auf gute Nachbarschaft.

 


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