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Das sollte Schule machen


Unsere Mitarbeiterin Maria Lauel hat auf ihrer Indienreise ein beeindruckendes Schulprojekt besucht.

Um es gleich vorweg zu sagen: Spenden für das Projekt, von dem hier die Rede ist, sind mehr als willkommen. ElbFaire-Teammitglied Maria Lauel spendet selbst auch – nicht nur das, sondern auch der beeindruckende Einsatz der Projektgründerin in Indien sollte Schule machen.

Waisenkinder von der Straße aufgenommen

Maria ist beim Erzählen von der St. Mary’s Primary School im indischen Bangalore genauso begeistert wie beim letzten Mal, als sie von ihrem Besuch auf bio-fairen Kaffeeplantagen in Indien erzählt hat.

Schwester Thankamma Varkey gründete das Projekt im Jahr 2003. Schlüsselerlebnis war, als sie zwei Kinder in einer Kloake spielen sah. Als sie sich erkundigte, warum sich niemand um sie kümmerte, erfuhr sie, dass es Waisenkinder waren, die bettelten und schliefen, wo immer sie einen Platz fanden. Schwester Varkey nahm die beiden zu Hause auf und gab ihnen zu Essen.

Statt Ruhestand: Projekt mit heute 72 Kindern gegründet

Eigentlich hatte sie sich mit 60 Jahren in den Ruhestand begeben wollen. Doch sie gründete mit Hilfe eines geerbten Grundstücks, Beziehungen aus ihrer Berufszeit (sie war Sekretärin eines Bischofs) und der anglikanischen Kirche, in der sie Ordensschwester ist, diese Schule in einem sehr armen Stadtteil. Sie nimmt auch nur Kinder auf aus Familien, die wirklich arm sind und kein Schulgeld bezahlen können. Zehn Jahre später hat die St. Mary’s School 72 Kinder.

Maria Lauel hat bei ihrer Reise direkt in der Schule gewohnt, gemeinsam mit ihrer Schwester Inge. „Es war sehr, sehr einfach dort, aber sauber“, erzählt sie. Morgens trudelten die Kinder zwischen fünf und zehn Jahren ein. „Ihre Fröhlichkeit, Neugier und Unbefangenheit waren zauberhaft. Schnell kamen wir mit ihnen in Kontakt. Der ganze Ablauf in der Schule ist geprägt von großer Disziplin und einer Entschlossenheit zu lernen, wie ich sie in Deutschland noch nie erlebt habe. Denn in Indien ist es ein Privileg und keine Pflicht zur Schule zu gehen.“

Maria und ihre Schwester Inge: Patenschaften übernommen

Marias Schwester Inge und ihr war schnell klar, dass sie die Kinder unterstützen wollen, durch eine Patenschaft. „Inge hat ein Mädchen namens Pratiksha und ich habe die Patenschaft für Pallavi übernommen. Das Spendengeld geht nicht direkt an das Kind oder deren Familie, sondern an die Schule, so kommt die Spende allen Kindern zugute. Aber wir haben per E-Mail persönlichen Kontakt zu unseren Patenkindern“, so Maria.

Paten spenden typischerweise einen monatlichen Beitrag ab zehn bis 20 Euro, so Maria. Doch der Betrag könne individuell gewählt werden. Von den Spendengeldern wird das Schulgeld, die Lehrmittel, Schulkleidung und Schulspeisung bezahlt. Überprüft wird die Schule von einer staatlichen Behörde.

Bewusste Entscheidung für Mädchen als Patenkinder

Dass die beiden Frau Mädchen als Patenkinder haben, ist kein Zufall. Maria: „Wir unterstützen Mädchen, weil sie in Indien benachteiligt werden.“ Doch es gibt auch Beispiele, wie sich die Benachteiligung beenden lässt. Marias Indienreise war auch ein Wiedersehen mit Supriya, einer ehemaligen Mitbewohnerin der internationalen und Generationen übergreifenden Lebensgemeinschaft im Ökumenischen Forum HafenCity.

„Supriya, die ein Jahr bei uns im Haus wohnte, hat mit ihrem Fleiß einen festen Job bei der Deutschen Bank in Bangalore bekommen. Darüber freue ich mich sehr, denn es zeigt, dass Bildung und Entschlossenheit zum Erfolg führen können“, berichtet Maria.

Spendenwillige gesucht: Wer sich beteiligen möchte …

Jetzt, wo sie so viele Verbindungen nach Indien hat, schließt Maria eine Rückkehr in dieses Land nicht aus. Wichtig ist ihr aber auch, die Begeisterung weiterzugeben. Deshalb ihre Bitte, die St. Mary’s School zu unterstützen!

Die Website der St. Mary’s School bietet gute Einblicke. Fragen zum Projekt beantwortet auch Maria Lauel. Einfach über Marias Facebook-Seite eine Nachricht schreiben – oder eine E-Mail an Maria.

 

Und hier noch ein Video aus der St. Mary's School

Fotos: privat / Maria Lauel


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