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Bio-Kaffee-Bauern in Indien besucht


Maria Lauel war da, wo der Kaffee wächst – und hat viele Eindrücke, aber auch Wissen mitgebracht.

Maria und Inge Lauel mit Supriya stehen vor Kaffeepflanzen in IndienIhr Gesicht strahlt, als sie anfängt von Indien zu erzählen. Sofort schwelgt Maria in Erinnerungen an die Menschen, die sie dort traf. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

Die Natur. Die zauberhafte Stimmung vor Sonnenaufgang auf den Kaffeeplantagen. Aber auch die harte Arbeit und die soziale Situation in dem Riesenland sind ihr Thema.

Aber mal von vorn

Maria hat einen Job in einem norddeutschen Unternehmen. In der ElbFaire arbeitet sie auch mit, gehörte schon in der „Kleinen ElbFaire“ zum Team.

Maria, was waren deine Motive, nach Indien zu reisen und dort Kaffee-Plantagen zu besichtigen?
„Dass ich jemals nach Indien reise, hätte ich nie gedacht. Gekommen ist es durch Supriya und Subrat, die in meiner internationalen WG gewohnt haben. Mit ihnen bin ich noch immer in herzlichen Kontakt. So kam es, dass ich mit meiner Schwester Inge eine Indienreise machte.“

KaffeepflanzenMaria erzählt dann, dass ihre Schwester Inge Geschäftsfrau ist und eine kleine Kaffeerösterei in Herborn hat. Hier könnt Ihr den Facebook-Auftritt der Herborner Kaffeerösterei Lauel besuchen.

Über Bangalore zu den Plantagen

Wie habt ihr euere Ziele ausgewählt? Habt ihr alles allein organisiert?
„Wir sind nach Bangalore geflogen, haben dort Subrat und Supriya getroffen und sind von dort aus in die Berge zu den Kaffee-, Tee- und Gewürzplantagen gefahren. Subrat hat uns ständig begleitet, was uns sehr geholfen hat.“

Handel und Export des Agrarprodukts haben für Indien hohe Bedeutung. Indien ist fünftgrößter Kaffeeproduzent der Welt. 2012 kamen rund 300.000 Tonnen vom Subkontinent. Zum Vergleich: Die weltweite Nummer 1, Brasilien, lieferte im gleichen Jahr grob gerundet zehn Mal so viel Kaffee, steht bei Wikipedia.

Stimmung auf der Palthope Plantage

Ein schöner Imagefilm des Coffee Board of India vermittelt die Stimmung auf der Palthope Plantage, einem der Anbaubetriebe, die Maria und Inge besucht haben:

 

Maria, was hat dich besonders fasziniert am Plantagenbesuch?
„Zu sehen wie der Kaffee wächst, wie er angebaut, geerntet und verarbeitet wird, war sehr interessant. Wir haben auf einer Plantage sogar mittendrin gewohnt, im Gästehaus der Golden Mist Plantage. Diese ist biozertifiziert.“

Was war neu für dich? Was wusstest du vorher noch nicht über Kaffee?
„Indischer Kaffee ist leider nicht so bekannt. Es ist meistens Robustakaffee und weil er dem Monsun (Regen und Wind) ausgesetzt wird, ist er sehr mild und säurearm. Er schmeckt mir ausgesprochen gut.“

Harte Arbeit: Situation der Beschäftigten

Arbeiterinnen auf indischer KaffeeplantageTrotz aller Freude über die schönen Erlebnisse und die Begeisterung für Kaffee hat Maria auf der Reise die Situation der Beschäftigten auf den Plantagen nicht ausgeblendet.

Was hast du über die Arbeitsbedingungen in Indien erfahren?
„Die Menschen arbeiten hart für unsere Tasse Kaffee oder Tee. Was sie leisten, hat mich mit großer Achtung und großem Respekt erfüllt. Bei jeder Tasse sehe ich jetzt auch immer diese Menschen.“

Auch abseits des Kaffee- und Tee-Business hat Maria ihre Beobachtungen gemacht und berichtet von vielen Schattenseiten des Lebens in Indien: Chaotischen Verkehrsverhältnissen etwa. Ihr ist ein Bild im Gedächtnis hängen geblieben, das die teils brutalen Lebensverhältnisse widerspiegelt: Auf einem Mofa saß eine ganze, vierköpfige Familie; die Frau, die sich mit einer Hand an ihren Mann klammerte, hatte ein Baby völlig ungesichert im Arm.

Und dann ist da noch der Geruch von Verbranntem, an den sich Maria für immer erinnern wird: Da es keine Müllabfuhr gibt, wird Müll einfach durch Feuer entsorgt. Aus der Welt ist er damit aber nicht …


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